Abschied nehmen – wie ein Hund mein Leben prägte

Der Abschied vom Hund ist schwer

In letzter Zeit hat sie sich verändert. Sie ist ruhiger, schwerfälliger und erscheint mir traurig. Die quirlige und unbeschwerte Art ist längst von ihr gewichen und wurde stattdessen ersetzt durch Lebenserfahrung. Schon als sie ein Welpe war, habe ich gerne ihren Kopf in meine Hände genommen und in ihre großen dunklen Kulleraugen geschaut, die mich voller Treue ansahen.

Jetzt sind ihre Augen trüb und leer, obwohl sie mir nicht weniger vertraut ist. Ihre sonst kühle Hundenase ist viel zu warm und fühlt sich rau an. Beim Streicheln bemerke ich, wie erschreckend dürr ihr eigentlich kräftiger Körper geworden ist und ich weiß:

Bald ist es Zeit, Abschied von meinem geliebten Hund zu nehmen. Obwohl es von Anfang an klar war, glauben kann und will ich es nach all den gemeinsamen Jahren mit ihr nicht.

Leben mit dem neuen Hund

Pia. Ein ungewöhnlicher Hundename. Eher wie der Name eines Kindes, das Teil einer Familie ist. Ihre Aufgabe als Hund nahm sie sehr ernst. Sie veränderte mein Leben und das einer ganzen Familie schlagartig. Voller Übermut hat sie nahezu alle Situationen im Alltag mit ihrer Anwesenheit verändert und ausgefüllt.

Und auf einmal ist sie nicht mehr da.

Die Erfahrung zeigt: es ist schwer, die Trauer um einen Hund zu verarbeiten.

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